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Antwort auf Kleine Anfrage: Bundeswehr-Gelöbnis am 20. Juli
Mo., 19.07.2010:
Das Bundeswehrgelöbnis vor dem Berliner Reichstagsgebäude am 20. Juli ist mittlerweile schlechte Tradition. Im Truppenalltag und bei der Ausbildung wird Wert auf die alten Haudegen aus der Wehrmacht gelegt, am 20.-Juli-Feiertag wird der vermeintliche "Aufstand des Gewissens" gefeiert - der, wie man mittlerweile weiß, weit weniger mit Gewissen zu tun hatte als mit einer militärischen Lageeinschätzung.
Was man schon gerne wissen möchte: Was soll das Geschwätz der Bundesregierung davon, die Offiziere des 20. Juli hätten "den Weg für einen Neuanfang Deutschlands" geebnet? Um diesen Weg zu ebnen, musste die Naziwehrmacht besiegt werden. Dazu haben jene Offiziere erstens nichts beigetragen, zweitens haben sie es überwiegend auch gar nicht gewollt. Befreiung und Neuanfang war vielmehr das Werk der verbündeten Armeen der Anti-Hitler-Koalition und der Partisaninnen und Partisanen in den besetzten Ländern.
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